Gräfin.
Laß ihn nicht von dir, Schwester! Halt ihn auf—
Es ist ein Unglück—

Herzogin.
Großer Gott! Was ist's?
(Hängt sich an ihn.)

Wallenstein. (erwehrt sich ihrer).
Seid ruhig! Laßt mich! Schwester! liebes Weib,
Wir sind im Lager! Da ist's nun nicht anders,
Da wechseln Sturm und Sonnenschein geschwind,
Schwer lenken sich die heftigen Gemüter,
Und Ruhe nie beglückt des Führers Haupt—
Wenn ich soll bleiben, geht! Denn übel stimmt
Der Weiber Klage zu dem Tun der Männer.
(Er will gehen. Terzky kömmt zurück.)

Terzky.
Bleib hier. Von diesem Fenster muß man's sehn.

Wallenstein. (zur Gräfin)
Geht, Schwester!

Gräfin.
Nimmermehr!

Wallenstein.
Ich will's.

Terzky. (führt sie beiseite, mit einem bedeutenden Wink auf die Herzogin)
Therese!

Herzogin.
Komm, Schwester, weil er es befiehlt.
(Gehen ab.)

Siebenter Auftritt