Bürgermeister.
Pachhälbel, mein erlauchter Fürst.

Wallenstein.
Hört—aber sagt's nicht weiter, was ich Euch
Jetzt im Vertraun eröffne.
(Ihm die Hand auf die Achsel legend, mit einer gewissen
Feierlichkeit.)

Die Erfüllung
Der Zeiten ist gekommen, Bürgermeister.
Die Hohen werden fallen, und die Niedrigen
Erheben sich—Behaltet's aber bei Euch!
Die spanische Doppelherrschaft neiget sich
Zu ihrem Ende, eine neue Ordnung
Der Dinge führt sich ein—Ihr saht doch jüngst
Am Himmel die drei Monde?

Bürgermeister.
Mit Entsetzen.

Wallenstein.
Davon sich zwei in blut'ge Dolchgestalt
Verzogen und und verwandelten. Nur einer,
Der mittlere blieb stehn in seiner Klarheit.

Bürgermeister.
Wir zogen's auf den Türken.

Wallenstein.
Türken! Was?
Zwei Reiche werden blutig untergehen
Im Osten und im Westen, sag ich Euch,
Und nur der lutherischen Glaub' wird bleiben.
(Er bemerkt die zwei andern.)
Ein starkes Schießen war ja diesen Abend
Zur linken Hand, als wir den Weg hieher
Gemacht. Vernahm man's auch hier in der Festung?

Gordon.
Wohl hörten wir's, mein General. Es brachte
Der Wind den Schall gerad von Süden her.

Buttler.
Von Neustadt oder Weiden schien's zu kommen.

Wallenstein.
Das ist der Weg, auf dem die Schweden nahn.
Wie stark ist die Besatzung?