Wallenstein. (tritt zu ihr, sie mit seinen Armen aufrichtend)
Komm zu dir, Thekla. Sei mein starkes Mädchen!
Sieh deiner Mutter liebende Gestalt
Und deines Vaters Arme, die dich halten.
Thekla. (richtet sich auf)
Wo ist er? Ist er nicht mehr hier?
Herzogin.
Wer, meine Tochter?
Thekla.
Der dieses Unglückswort aussprach—
Herzogin.
O denke nicht daran, mein Kind! Hinweg
Von diesem Bilde wende die Gedanken.
Wallenstein.
Laßt ihren Kummer reden! Laßt sie klagen!
Mischt eure Tränen mit den ihrigen.
Denn einen großen Schmerz hat sie erfahren;
Doch wird sie's überstehn, denn meine Thekla
Hat ihres Vaters unbezwungnes Herz.
Thekla.
Ich bin nicht krank. Ich habe Kraft, zu stehn.
Was weint die Mutter? Hab ich sie erschreckt?
Es ist vorüber, ich besinne mich wieder.
(Sie ist aufgestanden und sucht mit den Augen im Zimmer.)
Wo ist er? Man verberge mir ihn nicht.
Ich habe Stärke gnug, ich will ihn hören.
Herzogin.
Nein, Thekla! Dieser Unglücksbote soll
Nie wieder unter deine Augen treten.
Thekla.
Mein Vater—
Wallenstein.
Liebes Kind!