Dreitäg’gem Monde sind sie gleich zu schauen.

Mein weisses Mädchen, den Verstand verloren

Hab’ ich um deine rosenfarb’nen Ohren!

Dein Liebreiz hat der Welt das Licht gegeben,

Der Sommersonne Glanz erbleicht daneben.

Mein weisses Mädchen, deines Busens Schwellen

Beschämt des Meeres sturmgepeitschte Wellen;

Und alle Schritte deiner schmalen Füsse

Sind für die Erde heisse Liebesgrüsse!

(Mitgeteilt von L. Grünfeld im „Neuen Wiener Tagblatt“ vom 2. Juni 1887.)