Dreiundachtzigster Brief.

Paris, den 23. November 1848.

Es ist, sagte Hr. Bastide, bei der französischen Regierung der Antrag gemacht worden, gemeinschaftlich mit mehren Mächten neue Bürgschaften hinsichtlich des Herzogthums Schleswig zu übernehmen. Wir haben jedoch diesen Antrag abgelehnt und wollen uns nicht weiter in diese Angelegenheit mischen, als alte Verträge, unsere Ehre und ganz unabweisbare Verhältnisse es schlechterdings nothwendig machen. Wir hoffen aber auch, daß man sich deutscher Seits wird billig finden lassen.

In dieser Lage habe ich meine persönliche Ansicht dahin ausgesprochen, daß Recht oder Unrecht keineswegs unbedingt auf einer Seite liege, weshalb man eben unterhandeln, Frieden schließen und der Thorheit ein Ende machen wolle, daß zwei nahverwandte deutsche Stämme sich haßten und bekriegten. Der Anschluß Dänemarks an Deutschland sei natürlich und heilsam, was aber daraus folge, wenn man sich in leidenschaftlicher Aufregung oder kurzsichtiger Berechnung unter russischen Schutz stelle, das zeige die polnische Geschichte. Ja, Dänemark habe es schon im Laufe des 18. Jahrhunderts erfahren und nur mit Mühe einer schon eingetretenen Abhängigkeit und Aufsicht ein Ende gemacht.

Den 24. November.

A son Excellence Monsieur Bastide etc.

Monsieur le Ministre!

Étant persuadé que d’après Votre bonté connue, Vous communiquerez à Mr. le Général Cavaignac tout ce que j’ai eu l’honneur de Vous dire dans notre dernière conférence, je me range de Vôtre avis: qu’il n’est pas nécessaire et pas même convenable de troubler ou de distraire Mr. le Général, occupé de livrer un combat parlementaire de la plus haute importance.

Permettez pourtant d’ajouter quelques mots par écrit, à ce que je Vous ai déjà exposé de vive voix.