Das Ganze ist, wenn auch in der Ausführung kein hervorragendes Kunstwerk, in der Komposition eigenartig. Es ist aus derselben Bildhauerwerkstatt hervorgegangen, wie die Passionsdarstellungen außen an den Ostchorpfeilern. Stiftung der Familien Groland und Muffel.

1514 hatte sich Propst Melchior Pfinzing vergeblich bemüht, das Sakramentshäuschen aus der Kirche zu entfernen. In dem Jahre, in welchem ihm der Rat erlaubte, die Quermauer zwischen der Pfarrkirche und St. Moritz abzubrechen, wollte er ein neues und größeres Sakramentshäuschen über dem St. Nikolaus-Altar errichten und hatte schon Mittel hierfür gesammelt. Allein Jakob Muffel, Jakob und Leonhard Groland als Nachfolger der Stifter des bisherigen Tabernakels widersprachen mit Erfolg und ließen das alte herrichten.

Drei Stufen führen zu dem Wandtabernakel empor; ein fünfteiliges schlichtes Eisengitter schließt das Ganze ab.

Auf dem Petrusaltar steht jetzt die Holzfigur eines Christus als Schmerzensmann aus dem 17. Jahrhundert.

Abb. 97. Madonna in der Glorie. Statue (Birnbaumholz) im Ostchor.

Abb. 98. Bronzestatuette der Maria von Stephan Godl.