1899. Die vorhandene kleine Anzahl von Steinmetzen fertigte den Winter über neben den für das südliche Seitenschiff noch fehlenden Werkstücken die Werksteine zur Restaurierung des Brauttores (Taf. [IV]).

Abb. 42. Erneuerte Madonnenstatue am Brautportal.

Bei letzterem handelte es sich nicht nur um Auswechselung der beiderseitigen Postamentprofilierungen unter den Jungfrauenstatuen, sondern auch um Neuherstellung fast aller Baldachine. Auch das durchbrochene zierliche Maßwerk mußte in seinem Hauptteile erneuert werden.

Die Statuen Maria (Abb. [42]) und Sebaldus waren schon früher in Kalkstein erneuert worden und standen zum Versetzen bereit.

Bei der in Verbindung mit der Restaurierung stattfindenden Reinigung stellte sich heraus, daß der größte Teil des Portales ursprünglich polychromiert war.

Außer an den Jungfrauenstatuen sind die Spuren hauptsächlich an der Christusfigur und an den Wappen noch sichtbar.

Das steinerne Dach wurde mit Kupferplatten überdeckt, und Ende Juli wurde nach Entfernung der Gerüste das restaurierte Portal dem Verkehr wieder übergeben.

Die noch ausstehenden Auswechselungsarbeiten am südlichen Seitenschiff, an den Mittelteilen der Pfeiler, den Fensterbögen und den Fenstermaßwerken sowie dem Portale nahmen die Arbeit einiger Steinmetzen bis in den Herbst in Anspruch.