Die hinter dem Tucherschen Altar befindliche dritte Johannesstatue (der Apostel) ist von Holz und ohne Zusammenhang mit ihrer Umgebung. Sie läßt sich auf den ersten Blick als zu einer Kreuzigungsgruppe gehörig erkennen. Beide Hände fehlten und waren zu erneuern.

Die nächsten beiden Statuen bilden eine Gruppe: Verkündigung. Am Sockel des Engels befindet sich das Starksche, an dem der knienden Maria das Imhoffsche Wappen. Die Ausbesserung der Polychromie hat sich nur auf Kleinigkeiten beschränkt, so daß z. B. die Bemalung der Gesichter als durchaus ursprünglich anzusehen ist. Das Zepter des Engels ist erneuert.

Die beiden kleinen Statuen oberhalb des Sakramentshäuschens sind von Stein. Die rechts befindliche stand bis jetzt in einer Nische in der Ecke hinter dem Muffelaltar, während beim Sakramentshäuschen sich die nicht besonders schöne Tonfigur befand, welche jetzt an der Wand vor dem Muffelaltar aufgestellt ist. Der Grund für die vorgenommene Umstellung liegt in der schon bei oberflächlicher Betrachtung erkennbaren Übereinstimmung der beiden offenbar ein Ehepaar darstellenden Statuen. Bei der weiblichen Statue waren die Hände verletzt, bei der männlichen waren die Unterarme vom Hafner ergänzt. Beide machten einen jämmerlichen Eindruck. Auf ihren Häuptern fanden sich die Spuren ehemals vorhandener Kronen. Beide Figuren waren an ihrem unteren Ende in Stuck um 25 cm verlängert. Beim Abnehmen der Stuckmasse traten die alten steinernen Füße zutage. Die Frage nach den dargestellten Persönlichkeiten schien sich unter Beachtung aller Umstände (Vorhandensein ähnlicher Statuen in St. Sebald und St. Lorenz) mit Heinrich und Kunigunde beantworten zu lassen. Daher hat sich der Unterzeichnete bei der Instandsetzung für eine Ergänzung in diesem Sinne entschlossen. Während die Kaiserin in die rechte Hand das Zepter erhielt, wurde dem Kaiser das Modell des Bamberger Doms gegeben (Abb. [48], [49]).

Abb. 48. Statue des Kaisers Heinrich vor der Restaurierung.

Abb. 49. Statue des Kaisers Heinrich nach der Restaurierung.

Das nächste Joch in der Mittelachse der Kirche weist die steinernen Statuen des Petrus und Paulus auf, welche geringe Ergänzungen an den Attributen erforderten. Unterhalb des Paulus ist das Wappen der Nürnberger Familie Usmer angebracht.