„Dort dürfte es auch nicht besser aussehen, Mylady,“ wendete der Professor ein: „Der beringte Planet hat die geringste Dichtigkeit von allen, nur 1/8 der Erddichte und ¾ der Dichtigkeit des Wassers.“
„Na,“ behauptete Münchhausen heiter, „noch flüssiger als das Wasser soll er sein? Dann besteht er am Ende aus steifem Grog! Da laßt uns hin!“
Mit Interesse wurden noch die vier Jupitermonde betrachtet, die nach Schultzes Belehrung in einem Tag, 18 Stunden und 27 Minuten, 3 Tagen, 13 Stunden und 13 Minuten, 7 Tagen, 3 Stunden und 42 Minuten und in 16 Tagen, 16 Stunden und 32 Minuten um den Planeten sich drehen.
Der erste, innerste, dem Jupiter nächste Mond war von einer starken Wolkenschicht umgeben; doch sah man an den leuchtend durchschimmernden Stellen und den dunkeln Flecken, die sich darin zeigten, daß er in der Erstarrung begriffen war und auf seiner glutflüssigen Oberfläche Schlackeninseln schwammen. Er ist etwas größer als der Erdenmond.
Der zweite, bläulichweiß schimmernde Trabant, fast genau so groß wie unser Mond, zeigte ebenfalls glutflüssige und erstarrte Stellen.
Der dritte, größte und hellste befand sich in gleichmäßiger Rotglut, die meist ins Gelbliche spielte. Er war außerordentlich stark abgeplattet und rotierte sehr schnell.
Der vierte Jupitermond, der zuweilen als der lichtschwächste erscheint, zuweilen aber alle andern überstrahlt, war von einer leuchtenden, scharfbegrenzten Wasserdampfhülle umgeben.
„Diese Monde,“ bemerkte Schultze, „gewähren den kurzen Jupiternächten eine äußerst zweifelhafte Beleuchtung, da die drei innersten stets vom Schattenkegel verfinstert werden und auch sonst mit unsrem irdischen Mondlicht nicht konkurrieren können.“