Die Käfer standen, wie Heinz richtig vermutet hatte, zunächst geblendet und regten sich nicht. Wie abwehrend stemmten sie die Vorderbeine und sperrten die Kiefer auf.

„Jetzt drauf!“ kommandierte der junge Mann und stürzte auf den nächsten Feind los, ihm den Hirschfänger zwischen die Halsplatten stoßend.

John schwang indessen sein Tomahawk oder seine Tomashacke, wie er sich ausdrückte; er hatte den Schild, der ihn behinderte, weggeworfen und spaltete zunächst einer Assel den weichen Kopf, während Dick, der den Kampf mit den Asseln einem Angriff auf die panzergeschützten Käfer vorzuziehen schien, soeben die dritte zu zerfetzen begann.

Es schien eine völlig gefahrlose Schlacht zu geben, denn schon waren acht der Ungeheuer kampfunfähig gemacht und ein neuntes war zur Lucke hinaus entwichen, ohne daß die Helden mehr als ein paar Quetschungen davongetragen hatten. Außerdem lagen drei Asseln tot und die vierte war nicht mehr zu sehen.

„Nur noch drei Feinde!“ jubelte Heinz: „Der Sieg ist unser!“

Allein er frohlockte zu früh, gerade diese letzten Gegner sollten noch schwere Arbeit machen; ihre Augen hatten sich an das Licht gewöhnt und sie waren auf ihrer Hut.

Mit dem einen befand sich Dick in verzweifeltem Kampf. Der Kerl war auf den Rücken gefallen, aber mit den kräftigen Zangen seiner sechs zappelnden Beine hielt er den Affen fest, kneipte und zwickte den laut kreischenden Vierhänder und schnappte mit den Kiefern nach ihm. Vergeblich suchte der Schimpanse, loszukommen; hätte er sich befreien können, er hätte nur noch an den Rückzug gedacht, wie zuvor Bobs. Er biß wütend um sich und zerbrach mit den Vorderhänden dem Scheusal zwei Beine, aber von hinten wurde er im Schraubstock festgehalten.

Der zweite Käfer war zum Angriff auf Heinz übergegangen. Dieser hatte sich in seiner Siegesgewißheit dessen nicht versehen und alle Vorsicht außer acht gelassen; er hatte bisher so leichtes Spiel gehabt.

Unglücklicherweise umfaßten die Kiefer des Angreifers gerade seinen Hals: sie waren wohl nicht imstande, ihn zu durchbeißen, wohl aber, ihn derart zusammenzupressen, daß der Ärmste erwürgt wurde. „John, John, zu Hilfe!“ konnte er nur noch mit erstickter Stimme stöhnen, dann entfiel ihm der Hirschfänger, mit dem er seinem Gegner einen schwachen Stich versetzt hatte.

Aber John war außerstande, Hilfe zu bringen: auch er befand sich in einer ekligen, wenn auch zunächst nicht lebensgefährlichen Klemme. Am rechten Arm gepackt, konnte er sein mörderisches Beil nicht mehr gebrauchen und tastete mir der Linken krampfhaft nach dem Revolver in seinem Gürtel.