„Ich kann mir nicht helfen,“ sagte sie, wie sich entschuldigend, zu Heinz. „Es macht mir gar zu großes Vergnügen, welch sonderbare Worte du oft gebrauchst oder wie seltsam du andere aussprichst und veränderst. Es ist ja erstaunlich, wie du unsere Sprache reden kannst, die du heute zum erstenmal hörst, so gescheite Männer gibt es bei uns gar nicht; aber ich bitte dich, lerne nur ja nicht ganz richtig sprechen, du würdest mich um ein gar zu großes Vergnügen bringen.“

Heinz mußte nun auf Gabokols Bitte erklären, wie er überhaupt dazu gekommen war, sich mit den Edeniten verständigen zu können.

Selbst die Mädchen folgten mit gespanntem Interesse und völligem Verständnis seinen Auseinandersetzungen über die Gesetze der Entstehung der menschlichen Sprache.

Gabokol drückte ihm zum Schluß seine hohe Bewunderung aus und bat ihn, einen Vortrag über diesen Gegenstand in der Hauptstadt zu halten. „Du wirst dadurch bei uns ein berühmter Mann werden, denn unsre Gelehrten haben wohl herausgefunden, daß alle Sprachen unsres Planeten ursprünglich miteinander verwandt sind, aber über die Anfänge der Sprache überhaupt haben sie sich vergeblich den Kopf zerbrochen und sind zu der Ansicht gekommen, das sei ein für den menschlichen Verstand unlösbares Rätsel.

Nun denke dir, welches Licht deine neue Erkenntnis verbreiten wird, welchen Dienst du unsrer Wissenschaft leistest und welchen neuen Anstoß du ihr gibst. Und einen großen Respekt wird man hier bekommen vor dem so viel größeren Scharfsinn der Erdenbewohner.“

Heinz lächelte, versprach aber, den Vortrag zu halten, sobald er die Sprache des Landes genügend beherrsche.

Nun trugen die Töchter des Hauses das Mittagsmahl auf, zur großen Befriedigung des Kapitäns.

Unsre Freunde lernten hiebei neue, ungeahnte Genüsse kennen, nämlich die herrlichen Gemüse Edens und die ganz vorzüglichen Mehlspeisen und Backwaren, die verrieten, daß die Edeniten Getreidesorten besaßen, die verschiedenartige Mehle lieferten und zwar ungleich köstlichere als die Erde sie kennt.

Fleischgenuß war hier unbekannt: niemals wäre jemand auch nur der Gedanke gekommen, ein Tier gewaltsam zu töten oder gar einen Tierleib zu verzehren. Allerdings, bei der unerschöpflichen Auswahl an auserlesenen Speisen wäre es Torheit gewesen, noch Fleischkost einzuführen, die wahrscheinlich den Edeniten gar nicht zuträglich gewesen wäre, keinesfalls aber zur Verbesserung des Speisezettels hätte beitragen können.

Keiner unserer Freunde vermißte Fisch, Geflügel und Braten, so viel wohlschmeckender erschienen allen die Gerichte Edens in ihrer unendlichen Abwechslung.