Auch „Morgen“ und „Tag“ waren bloße Zeitbegriffe geworden, seit die Doppelsonne Alpha Centauri wieder zu zwei Fixsternen geworden war, die nach und nach für das Auge zu einem einzigen verschmolzen. Da nicht, wie auf dem Hinweg, wenigstens ein schwachschimmernder Komet einiges Licht von außen gab, mußte das Weltschiff seine ganze, vielleicht Jahre dauernde Reise nach dem irdischen Sonnensystem in beständiger Nacht ausführen: Tageshelle oder gar Sonnenschein war ausgeschlossen.
Das war keine angenehme Aussicht!
Es war Zeit, die andern zu wecken, soweit diese überhaupt sich das Wecken ausgebeten hatten und nicht von selber zur bestimmten Zeit aufwachten.
Der Professor drückte auf die verschiedenen Kontaktknöpfe, die in den entsprechenden Schlafräumen die elektrische Klingel ertönen ließen.
Flitmore erschien zuerst.
„Lord,“ sagte Schultze: „es befindet sich hier in unserer Bahn ein dunkler Weltkörper, also ein Gestirn, das der Erde näher steht als Alpha Centauri. Wollen wir ihm nicht nahen, um zu schauen, wie es dort aussieht?“
„Lang aufhalten unterwegs wollen wir uns nicht,“ sagte Flitmore lachend: „Unsere Heimfahrt dürfte so wie so lang genug werden! Andererseits kommt es bei einer Fahrt, die voraussichtlich Jahre dauert, auf ein paar Tage mehr oder weniger nicht an.“
Heinz war inzwischen mit Heliastra erschienen und fügte hinzu:
„Da überdies unsere Reise, so viel wir wissen, durch eine trostlose Öde geht, auf der wir bis zum irdischen Planetensystem nicht darauf rechnen dürfen, irgend etwas anzutreffen, so sollten wir uns diese voraussichtlich letzte Gelegenheit, etwas Neues zu schauen, nicht entgehen lassen.“
„Das ist wahr!“ sagte der Lord: „Also stellen Sie die Fliehkraft ab, Herr Professor.“