„Eben deswegen will ich ja die erste Probe machen“, sagte Heinz.

„Nichts da!“ polterte Kapitän Münchhausen: „Ich will zuerst hinaus; meine Lungen sind die verschiedensten Dünste gewöhnt und können am ehesten etwas aushalten.“

„Sie?“ lachte der Professor: „Seien Sie froh, wenn Sie in normaler Luft schnaufen können! Überhaupt könnten Sie in der Öffnung stecken bleiben oder uns durch Ihr Gewicht die Strickleiter ruinieren. Sie kommen jedenfalls zuletzt daran.“

„Ich gehe voran!“ entschied Flitmore: „Es ist dies sowohl mein Recht als meine Pflicht, da ich der Unternehmer der Weltfahrt bin.“

„Unter keinen Umständen darfst du dich einer solchen Gefahr aussetzen, Charles“, wandte nun Mietje ein: „Ich bitte dich, laß mich den ersten Versuch machen; ich kann ja gleich wieder zurück, wenn ich spüre, daß da giftige Gase sind.“

„Wenn die Herrschaften gütigst zu gestatten belieben wollten,“ ließ sich der biedere John vernehmen, „so ist das alles nicht in der Richtigkeit, als daß vielmehr meine Person den Anfang zu machen hat, indem daß mein etwaiger Verlust auch am wenigsten wertvoll wäre.“

Aber Heinz Friedung machte diesem edlen Wettstreit ein Ende durch folgende vernünftige Bemerkung:

„Wir haben ja die beiden Affen, Dick und Bobs; schieben wir die vor: für sie ist auch am wenigsten Gefahr vorhanden, da ihr Instinkt sie davor bewahren wird, das Fahrzeug zu verlassen, wenn sie draußen keine gesunde Luft wittern.“

„Das ist die beste Lösung,“ stimmte der Lord zu: „daran hätten wir auch gleich denken können! Übrigens bin ich überzeugt, daß die Lufthülle des Mars sich höchstens in der Dichtigkeit von der irdischen unterscheidet.“

Die luftdicht schließende Tür des Südpolzimmers, in das man sich begeben hatte, wurde geöffnet; ein angenehmer frischer Luftzug strich herein. Vergnügt schwangen sich Dick und Bobs durch die Öffnung und turnten an den Rampen, die an der äußeren Hülle der Sannah angebracht waren, hinab.