Sie ließen sich namentlich am Rande des Hügels nieder und packten mit ihren Krallen und Zähnen alles, was da heraufkriechen wollte. Und nun, da keine neuen Nachschübe kamen, nahm die Zahl der Angreifer auf der Höhe sichtlich ab und mit neuem Mut ließen unsre Freunde wieder ihre Messer arbeiten.

Endlich erhob kein Wurm mehr sein drohendes Haupt, wenn auch die verstümmelten Leiber am Boden sich ringelten und wanden, zuckten und schnellten, als ob sie überhaupt nicht völlig tot zu kriegen seien.

Schultze eilte auf Münchhausen zu, der immer noch auf dem Boden umherrollte und nicht auf die Beine kommen konnte. Und jetzt, da die Gefahr beseitigt schien, lachte der Professor aus vollem Halse über den erheiternden Anblick: Da wälzte sich der runde Kapitän wie eine Tonne auf stürmischer See; an seinem Haupte hingen zwei Würmer gleich Schmachtlocken zu beiden Seiten herab und um seinen Hals wand sich ein allerdings geköpftes Tier wie ein dickes Halstuch.

Trotz seiner Heiterkeit beeilte sich Schultze doch, den dicken Freund von seinen Peinigern zu befreien und ihm mit Unterstützung des inzwischen ebenfalls herbeigeeilten Heinz auf die Beine zu helfen.

Dann ging es an das Verpflastern und Verbinden der Wunden, die merkwürdigerweise nur äußerst klein waren. Alle hatten mehr oder weniger Blut hergeben müssen, Münchhausen aber war entschieden am stärksten angezapft worden.

„Tut nichts!“ meinte er humorvoll: „Ich habe Vorrat und die Biester haben bei mir mehr Fett als Blut geholt, wie ich vermute; das kann mir bloß gut tun. Ich fühle mich geradezu erfrischt und erleichtert.“

„Aber einen Tanz haben Sie aufgeführt, Kapitän“, lachte Schultze: „Ich sage Ihnen, eine ägyptische Bauchtänzerin ist nichts dagegen.“

„Kunststück!“ sagte Münchhausen: „Wo hat eine ägyptische Tänzerin auch solch stattlichen Bauch?“