Kapitän Münchhausen bei Professor Schultze.

„Also, bei Ihren technischen Kenntnissen und Ihrer Erfindungsgabe auf diesem Gebiet glaubt der Lord keinen besseren Ingenieur und Kapitän für sein Weltschiff finden zu können, als Sie, und wäre höchlichst erfreut, Sie für das Unternehmen gewinnen zu können.“

„Topp!“ rief Münchhausen begeistert: „Wann reisen wir?“

„Holla!“ lachte Schultze: „Nicht so eilig, alter Freund! Sie sind ein unüberlegter Jüngling. Bedenken Sie,“ fuhr er ernst werdend fort: „Das Wagnis ist mehr als kühn: es geht auf Tod und Leben. Der Lord verfehlt nicht, dies ausdrücklich hervorzuheben: kein Mensch kann wissen, welche Gefahren und welch ungeahnte Katastrophen dem Erdenbürger drohen, der seinen heimischen Planeten verläßt und sich über die Atmosphäre in die Leere des Weltenraums erhebt.“

„Ging es etwa in Afrika und Australien und wo wir sonst noch forschten, nicht auch auf Tod und Leben? Ahnten wir im voraus die Gefahren, denen wir entgegengingen?“

„Wohl! Aber es waren irdische Gefahren.“

Der Kapitän zuckte die Achseln: „Hören Sie, Sie tifteliger Professor: Todesgefahr ist Todesgefahr, ob sie nun auf der Erde oder über der Erde droht, ist meines Erachtens völlig einerlei: mehr als unser Leben können wir hier oder dort nicht verlieren. Aber wer soll noch sonst mit? Auf die Reisegesellschaft kommt bei so etwas viel an.“

„Eine große Gesellschaft wird es nicht werden: zunächst wird die Gattin des Lords ihn begleiten.“

„Schau, schau! Mietje! Allen Respekt! Ein beherztes Frauenzimmer ist sie stets gewesen, das hat sie uns damals in Ophir zur Genüge bewiesen.“