„Nein!“ widersprach Heinz: „Die Brücke, die uns das Leben rettete und um die Lady Flitmore ihr Leben wagte, an der sie so heldenmütig die gräßlichsten Folterqualen ertrug, darf nicht im Stiche gelassen werden: ich mache sie los!“

Flitmore schüttelte den Kopf: „Und Sie? Sie werden es schwer haben auf der losen Leiter zurückzukehren.“

„Lassen Sie mich machen, es wird alles gut gehen!“

Wirklich kletterte Heinz zurück.

Er schnitt ein Stück des leinenen Seiles ab, band es an den Teil des Seiles, der die Leiter mit dem Busch verband und glimmte es an. Dann kletterte er rasch zurück und erreichte auch wirklich die Sannah, ehe die weiterglostende Lunte das Seil angesteckt und durchgebrannt hatte.

Sobald letzteres der Fall war, ließ sich die Strickleiter leicht einziehen.

Nun waren alle im Weltschiff wieder beieinander; Bobs hatte sich schon dorthin gemacht, als Mietje ihn losließ, um die Strickleiter aus dem Moraste zu ziehen. Dick war über die Brücke als Erster geturnt, sobald sie hergestellt worden war.

Inzwischen war es Nacht geworden; beide Marsmonde leuchteten am Himmel: Phobos, der bei einer Umlaufszeit von nur 7½ Stunden manchmal in einer Nacht zweimal erscheint, und Deimos, der dem Mars nicht jede Nacht aufglänzt, da er 30¼ Stunde Umlaufszeit hat. Beide sind dem Planeten sehr nahe, woraus sich ihre überaus kurze Umlaufszeit erklärt.

Flitmore schloß die Türe und ließ den Zentrifugalstrom durch das Weltschiff strömen.

Die Sannah erhob sich mit wachsender Geschwindigkeit, und, wie unsre Freunde sahen, gerade zu rechter Zeit; denn unter ihnen geriet das monderhellte Land auf einmal wieder in Bewegung. Ein besonders heftiger Erdstoß mußte es erschüttert haben; denn plötzlich kam von ferneher eine haushohe dunkle Woge: das Meer brauste heran und verschlang das schwankende Land, so weit man sehen konnte, und mit ihm auch zweifellos den letzten Bewohner des Mars.