O Bach, du hast die Klänge,

Dem Himmel abgelauscht!

Vom heil’gen Geist durchdrungen,

Ins Paradies entrückt,

Hast du uns nachgesungen,

Was Engel dort entzückt!

So verklärten sich diese Melodien in des jungen Künstlers Geist, wenn er ihnen als andächtiger Zuhörer lauschte. Wirkte er aber selber mit, wie heute, so legte er seine ganze Seele in den Ton, versenkt in die Gefühle, die des Meisters Geist beseelten, da er sein Werk schuf.

Die Klänge rauschten in harmonischer Fülle durch den Saal und dann erstarben sie in einem Pianissimo von einer Zartheit, das geradezu wunderbar wirkte; alle standen unter dem Banne einer heiligen Andacht und Schultze fühlte sich tief ergriffen und lauschte mit aller Anspannung, um ja keinen der leisesten Töne sich entgehen zu lassen.

„Bum!“ ein dumpfer Paukenschlag erscholl dröhnend durch das entzückende Pianissimo; wie eine Bombe zerstörend platzte er herein und zerschmetterte die klassischen Harmonien.

Was fiel dem Kapitän in seiner Ecke ein! War er ganz aus dem Konzept gekommen? Das war ja eine Roheit, ein Verbrechen an Beethovens unsterblichem Werke! So dachten alle, obgleich sie nicht aufsahen: Der Fehler war ja gewiß absichtslos, warf aber ein schlimmes Licht auf Münchhausens Musikverständnis.