18. Die Planetoideninsel.

Als die Sannah auf dem Planetoiden landete, begab sich der Lord mit Schultze in den untersten Raum, dessen Wände auf der Oberfläche des Weltkörpers aufruhten. Hier wollte er abwarten, ob eine merkliche Erhitzung der Wandungen stattfinde, ehe der Ausstieg gewagt wurde.

Der Professor hielt immer wieder die Hand an den Boden; denn er glaubte, es müsse eine gewaltige Steigerung der Temperatur erfolgen; aber er konnte nichts dergleichen wahrnehmen und auch das angelegte Thermometer stieg innerhalb einer halben Stunde um nur einen Grad.

„Entweder ist die Schutzhülle der Sannah von ganz wunderbarer Vortrefflichkeit“, sagte Schultze erstaunt, „oder Sie behalten recht, Lord. Zu Eis erstarrt ist der Planetoid aber keinesfalls; Wärme strahlt er unter allen Umständen aus; denn die Temperatur steigt, wenn auch kaum merklich.“

„Ich denke, wir können es wagen, uns ins Freie zu begeben“, meinte der Engländer: „Es fragt sich nur noch, wie die Luftverhältnisse sind.“

Sie erstiegen nun das Nordpolzimmer, in dem die andern ihrer harrten. Die Lucke wurde vorsichtig geöffnet und Dick gegen den Spalt geschoben. Der Affe wich nicht zurück, im Gegenteil, er drängte den Kopf gegen die Öffnung, ein Zeichen, daß keinerlei giftige Gase einströmten.

Nun öffnete der Lord die Türe weit und Dick und Bobs sprangen vergnügt hinaus, um alsbald an den Rampen hinabzuklettern.

Flitmore trat unter die Türe und sah hinaus. Die Seite des Planetoiden, auf der die Sannah festlag, war von der Sonne abgewendet, das heißt es herrschte zur Zeit Nacht auf ihr; allein es war durchaus nicht dunkel dort unten!