Und diess ist das Lied, welches Zarathustra sang, als Cupido und die Mädchen zusammen tanzten.

In dein Auge schaute ich jüngst, oh Leben! Und in’s Unergründliche schien ich mir da zu sinken.

Aber du zogst mich mit goldner Angel heraus; spöttisch lachtest du, als ich dich unergründlich nannte.

„So geht die Rede aller Fische, sprachst du; was sie nicht ergründen, ist unergründlich.

Aber veränderlich bin ich nur und wild und in Allem ein Weib, und kein tugendhaftes:

Ob ich schon euch Männern „die Tiefe“ heisse oder „die Treue“, „die Ewige“, „die Geheimnissvolle.“—

Doch ihr Männer beschenkt uns stets mit den eignen Tugenden—ach, ihr Tugendhaften!“

Also lachte sie, die Unglaubliche; aber ich glaube ihr niemals und ihrem Lachen, wenn sie bös von sich selber spricht.

Und als ich unter vier Augen mit meiner wilden Weisheit redete, sagte sie mir zornig: „Du willst, du begehrst, du liebst, darum allein lobst du das Leben!“

Fast hätte ich da bös geantwortet und der Zornigen die Wahrheit gesagt; und man kann nicht böser antworten, als wenn man seiner Weisheit „die Wahrheit sagt.“