Geht eure Wege! Und lasst Volk und Völker die ihren gehn!—dunkle Wege wahrlich, auf denen auch nicht Eine Hoffnung mehr wetterleuchtet!
Mag da der Krämer herrschen, wo Alles, was noch glänzt—Krämer-Gold ist! Es ist die Zeit der Könige nicht mehr: was sich heute Volk heisst, verdient keine Könige.
Seht doch, wie diese Völker jetzt selber den Krämern gleich thun: sie lesen sich die kleinsten Vortheile noch aus jedem Kehricht!
Sie lauern einander auf, sie lauern einander Etwas ab,—das heissen sie „gute Nachbarschaft.“ Oh selige ferne Zeit, wo ein Volk sich sagte: „ich will über Völker—Herr sein!“
Denn, meine Brüder: das Beste soll herrschen, das Beste will auch herrschen! Und wo die Lehre anders lautet, da—fehlt es am Besten.
22.
Wenn Die—Brod umsonst hätten, wehe! Wonach würden Die schrein! Ihr Unterhalt—das ist ihre rechte Unterhaltung; und sie sollen es schwer haben!
Raubthiere sind es.- in ihrem „Arbeiten“ —da ist auch noch Rauben, in ihrem „Verdienen“ —da ist auch noch Überlisten! Darum sollen sie es schwer haben!
Bessere Raubthiere sollen sie also werden, feinere, klügere, menschen-ähnlichere: der Mensch nämlich ist das beste Raubthier.
Allen Thieren hat der Mensch schon ihre Tugenden abgeraubt: das macht, von allen Thieren hat es der Mensch am schwersten gehabt.