Nach meinem Fusse, dem tanzwüthigen, warfst du einen Blick, einen lachenden fragenden schmelzenden Schaukel-Blick:
Zwei Mal nur regtest du deine Klapper mit kleinen Händen—da schaukelte schon mein Fuss vor Tanz-Wuth.—
Meine Fersen bäumten sich, meine Zehen horchten, dich zu verstehen: trägt doch der Tänzer sein Ohr—in seinen Zehen!
Zu dir hin sprang ich: da flohst du zurück vor meinem Sprunge; und gegen mich züngelte deines fliehenden fliegenden Haars Zunge!
Von dir weg sprang ich und von deinen Schlangen: da standst du schon, halbgewandt, das Auge voll Verlangen.
Mit krummen Blicken—lehrst du mich krumme Bahnen; auf krummen Bahnen lernt mein Fuss—Tücken!
Ich fürchte dich Nahe, ich liebe dich Ferne; deine Flucht lockt mich, dein Suchen stockt mich:—ich leide, aber was litt ich um dich nicht gerne!
Deren Kälte zündet, deren Hass verführt, deren Flucht bindet, deren Spott—rührt:
—wer hasste dich nicht, dich grosse Binderin, Umwinderin, Versucherin, Sucherin, Finderin! Wer liebte dich nicht, dich unschuldige, ungeduldige, windseilige, kindsäugige Sünderin!
Wohin ziehst du mich jetzt, du Ausbund und Unband? Und jetzt fliehst du mich wieder, du süsser Wildfang und Undank!