Aber zum Menschen treibt er mich stets von Neuem, mein inbrünstiger Schaffens-Wille; so treibt’s den Hammer hin zum Steine.
Ach, ihr Menschen, im Steine schläft mir ein Bild, das Bild meiner Bilder! Ach, dass es im härtesten, hässlichsten Steine schlafen muss!
Nun wüthet mein Hammer grausam gegen sein Gefängniss. Vom Steine stäuben Stücke: was schiert mich das?
Vollenden will ich’s: denn ein Schatten kam zu mir—aller Dinge Stillstes und Leichtestes kam einst zu mir!
Des Übermenschen Schönheit kam zu mir als Schatten. Ach, meine Brüder! Was gehen mich noch—die Götter an!—
Also sprach Zarathustra.
Von den Mitleidigen
Meine Freunde, es kam eine Spottrede zu eurem Freunde: „seht nur Zarathustra! Wandelt er nicht unter uns wie unter Thieren?“
Aber so ist es besser geredet: „der Erkennende wandelt unter Menschen als unter Thieren.“
Der Mensch selber aber heisst dem Erkennenden: das Thier, das rothe Backen hat.