158.

Unserm stärksten Triebe, dem Tyrannen in uns, unterwirft sich nicht nur unsre Vernunft, sondern auch unser Gewissen.

159.

Man muss vergelten, Gutes und Schlimmes: aber warum gerade an der
Person, die uns Gutes oder Schlimmes that?

160.

Man liebt seine Erkenntniss nicht genug mehr, sobald man sie mittheilt.

161.

Die Dichter sind gegen ihre Erlebnisse schamlos: sie beuten sie aus.

162.

"Unser Nächster ist nicht unser Nachbar, sondern dessen Nachbar" - so denkt jedes Volk.