| Preußische Provinzen. | Zahl der Blinden: |
Auf 100000 Einwohner entfallen Blinde: |
| Ostpreußen | 1883 | 94,1 |
| Westpreußen | 1233 | 79,0 |
| Stadtkreis Berlin | 1036 | 54,5 |
| Brandenburg | 1899 | 61,2 |
| Pommern | 1158 | 71,0 |
| Posen | 1345 | 71,0 |
| Schlesien | 3012 | 64,5 |
| Sachsen | 1814 | 64,1 |
| Schleswig-Holstein | 897 | 64,5 |
| Hannover | 1462 | 56,4 |
| Westfalen | 1460 | 45,7 |
| Hessen-Nassau | 1087 | 57,2 |
| Rheinprovinz | 3286 | 57,0 |
Teilt man die Gesamtzahl der Blinden in zwei große Altersklassen, in Blinde unter 50 Jahren und in Blinde über 50 Jahren, so ergeben sich im Deutschen Reich:
| für | die | 1. | Gruppe | 14084 | Blinde | = | 42% |
| „ | „ | 2. | „ | 20250 | „ | = | 58% |
| Auf | 100000 | Einwohner | unter | 50 | Jahren | entfallen | 29,5 | Blinde |
| „ | „ | „ | über | „ | „ | „ | 230,8 | „ |
26% aller Blinden sind in früher Jugend, 74% sind später erblindet. Im Alter von 1–5 Jahren erblindeten 15½% sämtlicher Blinden.
Im Alter von 5–15 Jahren, also ungefähr im schulpflichtigen Alter, standen 2340 Blinde = 6,8%. Die Gesamtzahl der männlichen Blinden betrug 17818, der weiblichen 16516 (männlich = 52%, weiblich = 48%). Aus Gemeinden bis zu 2000 Einwohnern (Landgemeinden) stammten 62%, aus größeren Gemeinden (Stadtgemeinden) stammten 38%.
In den ersten 5 Jahren herrscht große Erblindungsgefahr; die geringste Gefahr besteht während der Schulzeit. Vom 16. bis 50. Jahre nimmt die Erblindungsgefahr langsam aber stetig zu; vom 51. Lebensjahre ab steigt sie rasch an. Die höchste Erblindungsgefahr besteht zwischen dem 70. und 80. Lebensjahre.
Folgende Tabelle (nach Hirsch) zeigt die häufigsten Ursachen der Blindheit von 2210 in der Jugend erblindeten Augen.