Gesetzliche Formel für den Rechtsschutz
in den Vereinigten Staaten von Amerika:
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Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart
1919
STUTTGARTER SETZMASCHINEN DRUCKEREI
HOLZINGER & Co., STUTTGART
Abb. 1. Mikroskop von Hooke, mit dem dieser Forscher die ersten Zellen beobachtete.
An einem sommerhellen Nachmittag des Jahres 1667 saß der englische Gelehrte Robert Hooke vor seinem selbstverfertigten Mikroskop und betrachtete durch dieses neu erfundene Instrument allerlei Gegenstände, die er um sich ausgebreitet hatte: kleine Steine, Kiesel und Sandkörnchen, Moose und Flechten, Fliegen, Spinnen und Käfer, und was er unter den Lupen des Wunderapparates ins Riesenhafte vergrößert sah, das malte er getreulich ab, um die Bilder für ein großes Werk zu sammeln, die „Micrographia”, die später zu London erschienen ist. Nachdem er etliche Pflänzchen, darunter ein Moosfäserchen und eine zierliche Flechte, beschaut und fein säuberlich gezeichnet hatte, nahm er ein Stück Flaschenkork, schnitt ein dünnes, fast durchsichtiges Scheibchen davon ab und legte es unter die Spitze der langen Lupenröhre in den Lichtpunkt, den die große gläserne Kugel aus den Strahlen der Mittagssonne auf seinen Beobachtungstisch zusammentrug ([Abb. 1]). Da sah er, daß der Kork sich aus kleinen Fächern zusammensetzte, die wie Bienenwaben nebeneinanderlagen und die er darum Kämmerchen oder Zellen benannte ([Abb. 2]).