Regression = die Erscheinung, daß Kinder im Durchschnitt in der gleichen Richtung vom Mittelmaß der Bevölkerung abweichen wie ihre Eltern (oft mißverstanden und im umgekehrten Sinne des Rückschlags gegen das Mittel hin angewandt).
reine Linie = die Nachkommenschaft eines Lebewesens bei dauernder ausschließlicher Selbstbefruchtung (Def. Bd. 1 S. 7) (kommt bei Tieren praktisch nicht vor und auch bei Pflanzen in der Hauptsache wohl nur in der Theorie).
rezessiv = überdeckbar heißt eine Erbeinheit im Vergleich zu einer ihr [allelomorphen] (s. d.), wenn sie sich bei gleichzeitigem Vorhandensein dieser ändern nicht äußert. (Rezessive Erbeinheiten können sich also nur im homozygoten Zustande äußern. Def. Bd. 1 S. 28. Beispiele S. 150 u. 167. Vgl. auch „[hypostatisch]“ und „[dominant]“.)
Soma = Körper = nicht ganz eindeutige Bezeichnung des Körpers eines Organismus mit Ausnahme der Keimzellen und ihrer Stammzellen (öfter auch des Körpers im Unterschied von der Erbmasse).
Somation (Somavariation) = nahezu gleichbedeutend mit [Paravariation] (s. d.), aber nicht ganz, da der zum [Lamarckismus] (s. d.) hinneigende Präger des Wortes ein teilweises Erblichwerden von Somationen für möglich hält.
Somatogene Vererbung (somatische Induktion) = Bezeichnung für die u. E. unhaltbare Annahme einer „Vererbung erworbener Eigenschaften“, welche charakteristisch für den [Lamarckismus] ist (s. d.).
Synapsis = bezeichnet meist jenen Vorgang, den man eindeutiger [Syndese] (s. d.) nennt, öfter aber auch einfach eine Zusammenballung der [Chromosome] (s. d.).
Syndese = bezeichnet den Vorgang einer paarweisen Zusammenlegung der beiden Chromosomensätze, während dessen vermutlich der Mendelsche Austausch der Erbeinheiten erfolgt.
Trihybridismus = ungeschickte Bezeichnung für Bedingtheit durch drei autonome Erbeinheiten (vgl. [trimer] u. [Polyhybridismus]).
trimer = dreiteilig erblich heißt ein Merkmal, das praktisch entscheidend durch drei autonome Erbeinheiten bedingt ist.