„Soso — hm ja — soso —“
In diesem Augenblicke schien das anwesende Erziehungsfräulein Nasenbluten zu kriegen. Wenigstens ging sie mit dicht angepreßtem Taschentuch auch rasch vor die Türe. Und es war mir nur schleierhaft, warum sie dabei das ganze Gesicht zudecken mußte.
Gleich darauf schien der Frau Regierungsrat ein Apfelbröckchen in den unrechten Schlund gekommen zu sein, so daß sie ein merkwürdig komisches Gesicht machen mußte und von ihrem Gemahl einen unbeschreiblichen Blick erhielt. Was sie veranlaßte, ebenfalls ein wenig vor die Türe zu gehen.
„Da wir jetzt unter uns sind,“ begann der Regierungsrat unbehaglich, „so muß ich dir schon sagen...“ Ich merkte sofort, daß es eine umfängliche Predigt werden sollte und sagte:
„Komm, alter Junge, sei nicht tragisch — dein Sohn ist im übrigen ein famoser Kerl.“
„Famoser Kerl, wieso?“
„Ei, er hat kein Wort davon gesagt, daß ich mit meiner Gesichterschneiderei an seinem Gepruste schuld war.“
„Du? Nun, da muß ich denn doch sagen — hm ja, ich meine, ich glaube, du hättest diese Geschichte, an die ich mich übrigens gar nicht mehr erinnere, nicht gerade jetzt — und im übrigen vermute ich, daß ich damals nicht so entsetzlich geprustet habe, wie mein Fritz vorhin — wenn du’s schon erzählen mußtest, dann hättest du doch wenigstens auch diesen Unterschied —“
„Aber Heinrich, dann hätte ich ja auch den andern Unterschied —“
„Welchen andern Unterschied, bitte?“