„Ja, allerdings.“
„Dem flechten Sie’s ins Haar, Kapitän...“
Die Rundfrage
In der Redaktion war es schwül. Der Verleger hatte angeklingelt: täglich der alte Schnee im Blatt, ob das eine Leistung sei — hopla, meine Herren, mal ’nen Bauchaufschwung, Rundfrage oder so was, aber fix und or’j’nell, wenn ich bitten darf...
Die Redaktion stützte den Kopf in die Hand: Rundfrage? Als ob die andern Blätter nicht schon alles Denk- und Undenkbare rundgefragt hätten vom Säugling bis zum Sarg! Hm, ob vielleicht jenseits des Säuglings unabgegrastes Rundfragsland sich dehnte? Etwa: „Wie denken Sie über vorgeburtliche Erziehung?“
Die Redaktion schlug im Konkurrenzregister nach. Richtig: „Aufsehenerregende Umfrage über Vorgeburtserziehung durch die Redaktion der ‚Morgenröte‘.“ Diese „Morgenröte“ schnappte aber auch schon alles weg!
Dann vielleicht jenseits des Sarges? Etwa: „Wie denken Sie über ein Fortleben der Seele nach dem Tode?“ Wenn man nur gleich wüßte, ob man’s im Register unter F, S oder T zu kontrollieren hatte. Ha, da stand es: „Rundfrage über die Unsterblichkeit“, veranstaltet von der „Abendröte“, von der „Mittagsröte“, von der „Nachmittagsröte“, von der „Five-o’clocks-tea-Vorabend-Röte“. Alles dagewesen —
Ha, da kam ihm ein Gedanke:
„Herr Kollege, was sagen Sie zu der or’j’nellen Idee einer Umfrage über ‚Wie denken Sie über Umfragen?‘“