„  (Stroh)
5,13
22,90
4,07
36,82
8,04
1,72

8,05
6,26
6,83
5,64

Kartoffel (Knolle)
3,79
60,06
2,96
2,64
4,93
1,10

16,86
6,52
2,04
3,46

Weintraube (Beere)
5,19
56,20
1,42
10,77
4,21
0,37

15,58
5,62
2,75
1,52

Tabak (Blätter)
17,16
29,09
3,21
36,02
7,36
1,95

14,66
6,07
5,77
6,71

Baumwolle (Faser)
1,14
36,96
13,16
17,52
5,36
0,60

10,68
5,94
2,40
7,60

Fichte (Holz)
0,21
19,66
1,37
33,97
11,27
1,42
22,96
2,12
2,64
2,73
0,07

Zu diesen Zahlen ist zu bemerken, daß sie keine konstanten Verhältnisse ausdrücken, daß vielmehr die Zusammensetzung der Asche je nach dem Kulturboden wechseln kann. Auch ist es vielleicht nicht ganz überflüssig, darauf aufmerksam zu machen, daß diese Oxyde der Mehrzahl nach erst bei der Veraschung gebildet werden. In der lebenden Zelle waren Salze gegeben und vor allem vielfach die Metalle an organische Säuren gebunden.

Man sieht aus dieser Tabelle zunächst einmal, wie allgemein verbreitet die Aschensubstanzen sind, erkennt aber andererseits auch sofort, daß sie in verschiedenen Pflanzen, ja sogar in verschiedenen Teilen einer Pflanze, in recht ungleicher Menge vorkommen. So findet sich z. B. in den Samen viel Phosphorsäure, dagegen wenig Kieselsäure und Kalk; das Stroh aber verhält sich gerade umgekehrt. Die Kartoffel enthält viel K 2 O und wenig CaO, während Fichtenholz reichlich CaO und wenig K 2 O besitzt.

Trotz ihrer allgemeinen Verbreitung wird man die Aschensubstanzen zunächst für Ballast, für eine zufällige Verunreinigung der organischen Pflanzensubstanz zu halten geneigt sein. Allein jeder Versuch, eine Pflanze aschenfrei zu erziehen, zeigt die Unentbehrlichkeit dieser Stoffe.

Daß die mineralischen Inhaltsstoffe der Pflanze wesentliche Bestandteile der Pflanzennahrung ausmachen, sprach zuerst BERTHOLLET 1803 aus; später (1832) betonte es KARL SPRENGEL, dann auch LIEBIG. Exakt bewiesen wurde diese wichtige Tatsache aber erst 1842 durch WIEGMANN und POLSTORFF.