Die Bearbeitung des „Botanischen Praktikums“ durch Professor Koernicke hat allgemeinen Beifall gefunden, wie der Erfolg der letzten Auflagen beweist. Die neue Auflage wird den jüngsten wissenschaftlichen Errungenschaften ebenfalls in hohem Maße gerecht, so daß auch sie ein unentbehrlicher Begleiter beim botanischen Studium sein wird.

Süddeutsche Apotheker Zeitung 1922, Nr. 14: Das wohl jedem Mikroskopiker längst bekannte große botanische Praktikum... stellt sich die Aufgabe, den Anfänger in die mikroskopische Botanik einzuführen und den Geübteren im Studium zu fördern. Beiden wird Gelegenheit geboten, nicht nur beobachten zu lernen, sondern sich auch mit der ganzen modernen mikroskopischen Technik bekannt zu machen.

Auch Anfänger, die mit dem Gebrauch moderner optischer Instrumente nicht vertraut sind, die sich also ohne fremde Hilfe in die mikroskopische Technik einarbeiten wollen, erreichen ihr Ziel sicher, da das Buch zunächst möglichst wenig voraussetzt und ganz allmählich zum Schwierigeren übergeht... Am Schluß finden wir einige sehr ausführliche und mit großer Sorgfalt bearbeitete Register, die das Buch zu einem idealen Nachschlagewerk und Ratgeber in allen Fragen der mikroskopischen Technik machen....

Das Praktikum wird in der neuen Auflage noch mehr als früher ein unentbehrliches Nachschlagewerk bei mikroskopischen Studien sein und sollte in keinem Laboratorium und in keiner Apotheke fehlen.

Das kleine botanische Praktikum für Anfänger. Anleitung zum Selbststudium der mikroskopischen Botanik und Einführung in die mikroskopische Technik. Zehnte, verbesserte Auflage, bearbeitet von Dr. Max Koernicke, Prof. d. Botanik, Bonn. Mit etwa 140 Abbild. im Text. 1923. Im Druck.

Naturwissenschaftl. Wochenschrift 1922, Nr. 14: Das kleine botanische Praktikum ist im wesentlichen ein Auszug des großen Praktikums. Es führt deshalb nicht nur wie manche ähnliche Werke in die Anatomie der höheren Pflanzen, sondern auch in den Bau und die Fortpflanzungsverhältnisse der Algen und Pilze ein. Auch die Grundlagen der Fixierungs-, Mikrotom- und Färbetechnik werden dargestellt. Seine Benutzung empfiehlt sich für jeden, der eine möglichst umfassende praktische Einführung in die Botanik erfahren will, also nicht nur für den diese als Hauptfach wählenden Studierenden, sondern vor allem auch für den zukünftigen Lehrer an höheren Schulen. Daß sich das Buch in dieser Beziehung bewährt hat, beweist die rasche Folge der Auflagen.

Nienburg.

Streifzüge an der Riviera. Dritte, gänzlich umgearbeitete Auflage. Illustriert von Louis Reusch. Mit 85 farbigen Abbild. im Text. XXVI, 582 S. 1913

Eleg. brosch. 10.—, geb. 13.—

Frankfurter Zeitung, Nr. 130, v. 11. Mai 1913: Strasburger tritt hier einem größeren Leserkreise nicht nur als Gelehrter, sondern auch als glänzender Naturbeobachter und feinsinniger Landschaftsschilderer entgegen. Das Buch enthält weit mehr, als der Titel vermuten läßt. Sind es auch zunächst botanische Streifzüge, die der Verfasser mit uns durch die zauberische Frühlingsvegetation der Riviera unternimmt, so können wir doch auch eine Fülle von allgemeiner Belehrung daraus schöpfen. Wir verfolgen die Geschichte der einzelnen Pflanzen, ihre wirtschaftliche Bedeutung, lernen z. B. die Parfümbereitung in Grasse kennen und lassen uns über pflanzliche Genuß- und Heilmittel im allgemeinen belehren. Daneben macht uns Strasburger in angenehmem Plauderton mit dem Klima, dem Boden, der Geschichte und den Bewohnern der Riviera bekannt, und einzelne seiner Landschaftsschilderungen (z. B. Mondschein am Cap Martin) sind in ihrer anschaulichen Naturtreue reine Kabinettstücke. Einen herrlichen Schmuck des Buches bilden die 85 farbigen Pflanzen- und Landschaftsabbildungen.