Da zerstieben die Tertianer wie einst die Belgier vor dem großen Caesar.

Aber der hatte doch den rechten Zeitpunkt immer weit besser abgepaßt als der alte Professor jetzt; denn Bumsvallera, ja, der war entschieden zu früh gekommen. Der hätte wirklich noch warten sollen, bis man dem Hagen ein klein wenig wegen seiner Leichtgläubigkeit den Kopf gewaschen hatte. So behielt jeder der Jungen noch etwas auf der Zunge sitzen. Wie hätte da nun noch eine schöne Caesarübersetzung darauf Platz gehabt? Nein, nein! Das ging heute eben schauderhaft trotz der Trichterarbeit des kleinen Köckeritz. Und in seiner heiligen Erregung, in seinem Eifer, aus diesen heute so vernagelten Jungen doch die beste Übersetzung herauszuholen, bumste und ballerte Bumsvallera drauf los, daß die Jungen jetzt begriffen, warum schon frühere Generationen dem Professor Ketzel eben den Spitznamen Bumsvallera gegeben hatten. Aber je schlimmer es jetzt kam, desto mehr klammerten sich die Gedanken der Jungen an der Partie fest. So fest, daß am Ende der Stunde kein einziger mehr daran zweifelte, daß solche Partie gemacht werden müßte. Kaum hatte man also um 4 Uhr die Klassentür hinter sich, so wurde auch sofort auf dem Flur schon, auf der Treppe, auf dem Hofe verhandelt, wie man Doktor Fuchs, den Ordinarius, zu einer recht feinen, echten Klassenpartie kriegen könnte. Mit der Klasse allein natürlich! Nicht in der Herde mit der ganzen Schule. – – –

Vorfreuden.

Was tun? Als man nach der Pause wieder in die Klasse hinauf muß, entscheidet der dicke Puntz: »Der Primus muß es Fuchsen sagen!«

Hagen indessen hat mehr Menschenkenntnis: »Ehrenfried? Der Mummelgreis!«

Da erbietet sich der kleine, flotte Köckeritz: »Ich werde Fuchsen einfach mal fragen.«

Sausig aber weiß es noch besser; er schießt den Vogel damit ab. »Wir schreiben es an die Tafel!«

Und der Klassenbarde, der Schmuck, ist gnädig genug und erbietet sich: »Ich werde die Verse dazu machen!«

»Schmuck soll leben! Los, Schmuck!«

»Jetzt nicht! Morgen!«