Man tritt nach einem Viertelstündchen wieder aus dem Wäldchen heraus.
»Wo nun hin, Herr Doktor?« kommt es von vorn.
»Schräg rechts immer der Nase nach! Der Weg ist ja breit genug!«
»Hier ganz rechts geht’s nach Spandau!« wissen da einige.
»Dort, den Berg hinunter, nach Schildhorn!« wissen andere.
Nach zehn Minuten biegt eben die Spitze nach dem Pechsee ab, als ein lautes, stürmendes Hallo von vorn erschallt. Und Kienäpfel fliegen, – und Hagen – wo kommt der auf einmal her? – hat den dicken Puntz über den Haufen gerannt und gibt ihm einen kräftigen Klaps auf den Südpol, bevor er zu weiteren Heldentaten schreitet. Sausig und Woller und Schulz und die andern, die noch fehlten, die sind auf einmal auch da und stürmen mit Hurra auf Doktor Fuchs und seine Schar ein. Kienäpfel surren durch die Luft; ein Hallo und Hurra donnert nach dem andern; die Jungen werden ganz wild.
»Die haben uns überfallen!« schreit Posener und will davonlaufen. Aber Doktor Fuchs gibt ihm einen Stoß. »Du da drüben! Und du und du und du! Und wir andern hier drüben! Ausschwenken! Kienäpfel raus! Die Bande nehmen wir in die Mitte!«
Neues Leben kommt in die Jungen, und eine regelrechte Kienäpfelschlacht hebt an. Herüber und hinüber fliegt es. Je mehr die Wurfgeschosse auf die Neige gehen, desto näher rückt man sich auf den Leib, bis man endlich handgemein wird. Und schon ringen die verschiedenen Paare und legen sich – les uns les autres – mehr oder weniger sanft auf die Erde. Da pfeift Doktor Fuchs »Das Ganze halt!« Aber er muß doch noch einige kräftige Wörtlein dazu reden, bis er die eifrigsten Kampfhähne wieder auseinanderhat.
Der ganze Überfall hat nur eine Minute gedauert; aber das Spiel ist von den Jungen doch ziemlich ernst genommen worden. Überall steht man da und schöpft tief Atem und sieht sich wohl auch nicht wenig erbittert an.
»Da hört sich denn doch Verschiedenes uff!« erklärt Fritze Köhn. »Jotte doch! War det ’n Klumpatsch!«