„Ich will sagen, Anton Antonowitsch, es ist hier ein neu eingetretener Beamter.“
„Ja freilich; ein Namensvetter von Ihnen.“
„Wie?“ rief Herr Goljadkin.
„Ich sage: ein Namensvetter von Ihnen; er heißt ebenfalls Goljadkin. Ist er kein Verwandter von Ihnen?“
„Nein, Anton Antonowitsch, ich …“
„Hm! Nun sagen Sie mal! Und ich hatte geglaubt, er wäre gewiß ein naher Verwandter von Ihnen. Wissen Sie, es ist da so eine gewisse Familienähnlichkeit.“
Herr Goljadkin war starr vor Erstaunen, und eine Weile versagte ihm die Zunge den Dienst. Wie konnte der andre eine in ihrer Art so seltene, eine so ungeheuerliche, unerhörte Sache so leichthin behandeln, eine Sache, die sogar einen ganz unbeteiligten Zuschauer befremden mußte! Wie konnte er von Familienähnlichkeit sprechen, wo ein reines Spiegelbild vorlag!
„Wissen Sie, was ich Ihnen raten möchte, Jakow Petrowitsch?“ fuhr Anton Antonowitsch fort. „Sie sollten zu einem Arzte gehen und den befragen. Wissen Sie, Sie sehen ganz krank aus. Besonders Ihre Augen … wissen Sie, Ihre Augen haben so einen besonderen Ausdruck.“
„Nicht doch, Anton Antonowitsch; ich fühle allerdings … d. h. ich wollte noch fragen, wie es mit diesem Beamten steht.“
„Wieso?“