„Was Sie vorbringen, gefällt mir sehr, Dmitri Prokofjitsch,“ sagte sie.

„Ich verstehe hiervon gar nichts,“ sagte Pulcheria Alexandrowna, „vielleicht ist es auch gut, aber Gott weiß. Es ist neu und unbekannt. Gewiß müssen wir hierbleiben, wenigstens eine Zeitlang ...“

Sie blickte Rodja an.

„Was meinst du, Bruder?“ sagte Dunja.

„Ich meine, daß er einen sehr guten Gedanken hat,“ antwortete er. „Von einer Firma muß man selbstverständlich vorher nicht träumen, aber fünf oder sechs Bücher kann man tatsächlich mit zweifellosem Erfolg verlegen. Ich kenne auch selbst ein Werk, das unbedingt gehen wird. Und daß er die Sache zu leiten versteht, unterliegt keinem Zweifel, – er versteht die Sache ... Übrigens habt ihr noch Zeit, euch zu besprechen ...“

„Hurra!“ rief Rasumichin. „Warten Sie, hier im selben Hause und bei denselben Wirtsleuten ist eine Wohnung frei. Sie ist ganz abgeschlossen, hat mit diesen Zimmern keine Verbindung und besteht aus drei möblierten Stuben, der Preis ist mäßig. Die können Sie fürs erste nehmen. Die Uhr will ich für Sie morgen versetzen und Ihnen das Geld bringen und das weitere wird sich finden. Die Hauptsache aber ist, daß Sie alle drei zusammen leben können, auch Rodja mit Ihnen. Wohin willst du denn, Rodja?“

„Wie, Rodja, gehst du schon fort?“ fragte Pulcheria Alexandrowna erschreckt.

„In solch einem Augenblick!“ rief Rasumichin.

Dunja blickte den Bruder mit mißtrauischem Erstaunen an. Er hielt die Mütze in den Händen und schickte sich an, wegzugehen.

„Ihr tut ja, als ob ihr mich beerdigen oder auf ewig Abschied nehmen müßtet,“ sagte er eigentümlich.