„Ich bin schuldig! Ich bin der Sünder! Ich bin der Mörder!“ – sagte plötzlich Nikolai, stockend, aber mit ziemlich lauter Stimme.
Ein Schweigen, als wären alle erstarrt, trat ein; der eskortierende Soldat wich zurück und trat nicht mehr an Nikolai heran, er ging mechanisch zur Türe und blieb dort unbeweglich stehen.
„Was sagst du?“ – rief Porphyri Petrowitsch, aus seiner Erstarrung erwachend.
„Ich ... bin der Mörder ...,“ – wiederholte Nikolai nach kurzem Schweigen.
„Wie ... du ... wie ... Wen hast du ermordet?“
Porphyri Petrowitsch war sichtbar betreten.
Nach einer kurzen Pause antwortete Nikolai wieder.
„Aljona Iwanowna und ihre Schwester Lisaweta Iwanowna habe ich ... mit dem Beile ... erschlagen. Eine Verblendung kam über mich ... –“ fügte er plötzlich hinzu und verstummte von neuem, immer noch auf den Knien liegend.
Porphyri Petrowitsch stand nachdenklich da; als er wieder zu sich kam, winkte er mit den Händen den ungebetenen Zeugen, fortzugehen. Sie verschwanden sogleich und die Türe wurde zugemacht. Dann blickte er Raskolnikoff an, der in einer Ecke stand und Nikolai verstört ansah, er ging auf ihn zu, blieb jedoch auf halbem Wege wieder stehen, betrachtete ihn nochmals, wandte dann seinen Blick Nikolai zu, und so besah er beide abwechselnd, bis er sich plötzlich auf Nikolai stürzte, von einem Gedanken gepackt.
„Was kommst du mir mit deiner Verblendung daher?“ – rief er ihm wütend zu. – „Ich habe doch noch gar nicht gefragt, ob eine Verblendung über dich gekommen ist oder nicht ... sage mir, hast du gemordet?“