„Erlauben Sie, mßjö,“ – sie legte die Feder hin, stand vom Stuhl auf und trat mit dem liebenswürdigsten Ausdruck nah an mich heran – „bitte hierher, ein paar Schritte zum Fenster. Um die Farbe Ihrer Augen festzustellen. Hm! ... hell ...“
Und sie fragte wieder mit den Augen ihren Mann um Rat. Sie liebten sich augenscheinlich sehr.
„Mehr von grauer Farbe,“ bemerkte der Mann mit einem besonders geschäftlichen, sogar besorgten Ausdruck im Gesicht.
„Voilà,“ fügte er mit einem Wink hinzu und wies auf eine Stelle der Stirn über der Augenbraue, und ich begriff sehr gut, auf was er aufmerksam machen wollte. Ich habe eine kleine Narbe auf der Stirn und er wollte, daß die Frau auch dieses besondere Merkmal angebe.
„Gestatten Sie mir jetzt die Frage,“ wandte ich mich an Madame, als dieses ganze Examen zu Ende war, „wird von Ihnen wirklich eine solche Ausführlichkeit in den Angaben verlangt?“
„Oh, mßjö, das ist unbedingt not–wen–dig! ...“
„Mßjö!“ bekräftigte auch der Mann mit einem gewissen besonders eindringlichen Ausdruck.
„Aber im Hotel Coquillière hat man mich nicht danach gefragt ...“
„Das ist nicht möglich,“ fiel mir die Besitzerin lebhaft ins Wort, „das könnte den Eigentümern sehr teuer zu stehen kommen. Wahrscheinlich hat man stillschweigend Ihr Signalement aufgenommen, doch getan hat man es jedenfalls, oh, unbedingt, unbedingt. Wir aber gehen mit unseren Gästen viel harmloser und offenherziger um, wir leben mit ihnen wie mit Verwandten. Sie werden zufrieden mit uns sein. Sie werden sehen ...“
„Oh, mßjö!“ ... bekräftigte der Mann mit Feierlichkeit und aus seinem Gesicht sprach sogar eine Art Gerührtsein.