Die Brüder Karamasoff.

Die Schurken foppen mich mit meinem angeblich ungebildeten und rückständigen Glauben an Gott. Diese Tölpel haben sich eine solche Gottesleugnung noch nicht einmal träumen lassen, wie sie in meinem „Großinquisitor“ und dem vorhergehenden Kapitel ausgedrückt ist und auf die das ganze Buch die Antwort gibt. Wenn ich an Gott glaube, so tue ich es doch nicht wie ein Dummkopf (wie ein Fanatiker). Diese da wollen mich belehren und lachen über meine Beschränktheit! Ihre dumme Kreatur hat sich ja nicht einmal träumen lassen von einer solchen Gewalt der Verneinung, wie ich sie durchgemacht habe. Und die wollen mich unterrichten!

Der Teufel.

(Eine psychologische und ausführliche kritische Erklärung Iwan Karamasoffs und der Erscheinung des Teufels.) Iwan ist tief, ist nicht einer der zeitgenössischen Atheisten, die mit ihrem Unglauben nur die Beschränktheit ihrer Weltanschauung und die Stumpfheit ihres kleinen Gehirns beweisen.

Bjelinski.

Ein ungewöhnlicher Eifer in der Aufnahme neuer Ideen, mit dem größten Verlangen, jedesmal bei der Aufnahme von etwas Neuem, alles Alte zu zertrampeln, mit Haß und Schimpf und Spott zu vernichten. Eine Art Rachegelüst ... „und ich verbrannte alles, was ich einst anbetete“.

Das Geschimpfe meiner Feinde.

Wenn physische Verrichtungen auf der Straße verboten sind, ebenso nackt einherspazierende Menschen, warum dann nicht auch dieses verbieten? – Ist es doch dieselbe physische Verrichtung, schädlich und gemein! Die Staatsanwaltschaft müßte sie ohne weiteres wegen Unmäßigkeit zur Rechenschaft ziehen.

Leontjeff[37]. („Es lohnt nicht, der Welt Gutes zu wünschen, denn es steht geschrieben, daß sie vergehen werde“.)

In dieser Auffassung liegt etwas Unvernünftiges und Ruchloses.