[19] Ein Mensch, der keinen Verbleib hat. E. K. R.
[20] Aleko ersticht die Geliebte und einen jungen Zigeuner, die er bei einem Stelldichein überrascht. E. K. R.
[21] Ein junger Gutsbesitzer und Dichter, Onegins Nachbar und Bräutigam der Olga Larina, der jüngeren Schwester Tatjanas. Onegin, der auf seinem Gut wie ein blasierter Einsiedler lebt, wird von Lenskij überredet, mit ihm zu einem Familienfest in Larins, den Gutsnachbarn, zu reiten. Nachträglich ärgert sich Onegin über seine Einwilligung, und um nun seinerseits Lenskij zu ärgern, tanzt er auf dem Fest ausschließlich mit dessen Braut. Lenskij wird eifersüchtig, fordert den Freund und fällt im Duell. E. K. R.
[22] Der alte Mönch in Puschkins Drama „Boris Godunoff“. E. K. R.
[23] Das Stadthaupt (der Bürgermeister) in Gogols Komödie „Der Revisor“. E. K. R.
[24] Der Obergorodowoi (Schutzmann) in Gogols Komödie „Der Revisor“. E. K. R.
[25] Diese Bezeichnung rührt von Turgenjeff her, dessen Romanhelden fast ausnahmslos „überflüssige Menschen“ sind, die im Vaterlande keine Arbeit zu finden verstehen, sich mit Vorliebe im Auslande – in Paris oder in süddeutschen Kurorten – aufhalten und sich im Grunde nur selbst zur Last fallen. E. K. R.
[26] Frau Korobotschka ist eine Gutsbesitzerin, Ssobakewitsch ein Gutsbesitzer oder vielmehr „Besitzer von Leibeigenen“ in Gogols „Toten Seelen“, Tjäpkin-Ljäpkin ist der Friedensrichter in Gogols „Revisor“. Die Namen der Gestalten Gogols enthalten gewöhnlich bereits die ganze Charakteristik der Personen: Frau Korobotschka = Frau Kästchen, ist ein beschränktes, geiziges Frauenzimmer. Ssobakewitsch, – etwa Herr Hundemann –, behandelt seine Bauern, als wären sie Hunde. Dershimorda – Haltsmaul – hält vornehmlich mit diesem Befehl die Ordnung aufrecht. Skwosnik bedeutet „durchtriebener Schelm“, während Dmuchanowskij an die kirchenslawische Bezeichnung für „Aufgeblasenheit“ erinnert. Der Name Tjäpkin-Ljäpkin ist gebildet aus „Tjäp-da-ljäp,“ dem vulgären Ausdruck für „obenhin“ oder „irgendwie“. „Tjäp-da-ljäp, da i kletka“ heißt: eins, zwei, drei mit etwas fertig sein – ganz wie der Friedensrichter Tjäpkin-Ljäpkin mit den Gerichtssachen eins, zwei, drei fertig ist. E. K. R.
[27] Da die Leibeigenen im Plural meist einfach „Seelen“ genannt wurden, so nannte man eine Volkszählung oder eine gerichtliche bezw. notarielle Feststellung des Besitzes der Gutsherrn „Seelenrevision“. E. K. R.
[28] Die bedeutendsten Slawophilen. E. K. R.