„Wart, mein Freund, ich werde sogleich hingehen, du aber, bleib hier ... denn ... – So erklär’ doch du mir wenigstens, Lew Nikolajewitsch: wie ist denn das alles gekommen und was hat das alles zu bedeuten? Du siehst doch ein, mein Bester, ich bin doch – der Vater. Und als Vater muß ich doch auch etwas wissen, daher erkläre du mir doch wenigstens – denn, nicht wahr, das geht doch nicht so!“
„Ich liebe Aglaja Iwanowna. Ich weiß es und ... ich glaube, sie weiß es schon lange.“
Der General zog die Schultern in die Höhe.
„Sonderbar, höchst sonderbar! ... Und du liebst sie sehr?“
„Ich liebe sie ... sehr.“
„Hm, sonderbar ... tja, aber was ist da zu machen? Ich gestehe, das ist mir eine solche Überraschung, solch ein Schlag geradezu, daß ... Sieh mal, mein Lieber, ich rede nicht vom Vermögen, – obschon ich, wenn ich ehrlich sein soll, gedacht hätte, daß dir mehr übriggeblieben sei – aber ... es handelt sich für mich hier nur um das Glück meiner Tochter ... und deshalb ... bist du nun auch fähig, sozusagen, dieses Glück ... zu begründen – das möcht’ ich nur wissen? Und ... und ... was ist das schließlich: Scherz oder Ernst? Das heißt, nicht deinerseits, sondern, versteht sich, nur ihrerseits?“
Aus dem Nebenzimmer ertönte Alexandras Stimme: sie rief den Papa.
„Wart’, mein Freund, wart’! Bleib hier und überleg’ dir die Sache, ich werde im Augenblick ...“ sagte er in aller Eile, indem er fast erschrocken dem Ruf Alexandras folgte.
Doch was er im Nebenzimmer vorfand, hatte er eigentlich nicht erwartet: seine Frau und seine Tochter Aglaja saßen eng umschlungen und vergossen beide Tränen. Es waren Tränen der Freude, der Rührung und der Versöhnung. Aglaja küßte der Mutter die Hände, die Wangen, die Lippen, und beide preßten sie sich eng, eng aneinander.
„Nun sieh, da hast du sie, Iwan Fedorowitsch, so ist sie jetzt!“ sagte Lisaweta Prokofjewna.