„Ich glaube, daß es dumm wäre, wenn es nicht angebracht erschiene ...“

„Hören Sie ein für allemal,“ fuhr Aglaja schließlich ungeduldig heraus. „Wenn Sie morgen von der Todesstrafe, oder von dem ökonomischen Zustande Rußlands, oder von ‚der Erlösung der Welt durch die Schönheit‘ zu reden anfangen, so werde ich mich natürlich sehr darüber freuen und über Sie lachen, doch ... das sage ich Ihnen im voraus: treten Sie mir dann nicht mehr vor die Augen! Hören Sie: ich sage es Ihnen im Ernst! Dieses Mal verstehe ich keinen Spaß!“

Sie sprach wirklich im Ernst ihre Drohung aus, etwas Sonderbares klang aus ihren Worten und in ihren Augen blitzte etwas auf, das der Fürst früher nie an ihr bemerkt hatte.

„Nun, jetzt haben Sie es so weit gebracht, daß ich sicher davon ‚reden‘ ... und sicher ... auch die Vase zerschlagen werde. Ich habe mich vor nichts gefürchtet, jetzt fange auch ich an, mich zu fürchten. Jetzt werde ich mich sicher blamieren.“

„So schweigen Sie. Sitzen Sie und schweigen Sie.“

„Das wird mir unmöglich sein. Ich werde vor Angst sprechen und auch vor Angst die Vase zerschlagen. Vielleicht werde ich auf dem Parkett ausgleiten oder es geschieht sonst etwas ... von der Art, wie es mir schon einmal passiert ist; mir wird die ganze Nacht davon träumen; warum haben Sie es gesagt!“

Aglaja sah ihn finster an.

„Wissen Sie: ich werde morgen überhaupt nicht erscheinen, ich werde mich krank melden, und somit wäre die Geschichte abgemacht!“ entschloß er sich zu guter Letzt.

Aglaja stampfte mit dem Fuße auf und erbleichte vor Ärger.

„Mein Gott! Hat man einen solchen Menschen schon erlebt! Er will nicht kommen, während man gerade für ihn den Abend ... Mein Gott! Das ist ein Vergnügen, mit einem solchen Menschen etwas zu tun zu haben ... mit einem so einfältigen Menschen, wie Sie es sind!“