„Nein, niemals. Von diesem Messer kann ich dir nur das sagen, Lew Nikolajewitsch,“ fuhr er nach kurzem Schweigen fort: „Ich habe es aus einem verschlossenen Schubfach heute morgen herausgenommen, denn das Ganze geschah am Morgen zwischen drei und vier. Es lag bei mir in dem Buch ... Und ... und ... und sieh, was mich wundert: das Messer ging auf anderthalb ... oder sogar auf zwei Zoll hinein ... gerade unter der linken Brust ... Blut aber floß im ganzen nur so ein halber Eßlöffel aufs Hemd, nicht mehr.“
„Das, das, das,“ begann plötzlich der Fürst, indem er sich in furchtbarer Erregung aufzurichten begann, „das, das, ich weiß, das, ich habe davon gelesen ... innere Verblutung wird das genannt ... Es kommt sogar vor, daß kein einziger Tropfen Blut herausfließt. Das ist dann, wenn der Stoß gerade ins Herz geht ...“
„Scht! – Hörst du?“ unterbrach ihn Rogoshin hastig, indem et sich erschrocken aufrichtete. „Hörst du?“
„Nein!“ sagte ebenso schnell und erschrocken der Fürst und sah Rogoshin an.
„Jemand geht! Hörst du? Im Saal ...“
Beide begannen zu lauschen.
„Ich höre,“ flüsterte der Fürst überzeugt.
„Man geht?“
„Ja, man geht!“
„Soll ich die Tür verschließen?“