„Nur ein Wort, nur ein einziges Wort von Ihnen – und ich bin gerettet!“
Der Fürst wandte sich hastig um und sah beide an. Aus Ganjäs Gesicht sprach fast Verzweiflung. Allem Anschein nach hatte er diese Worte völlig unüberlegt, vielleicht sogar halb besinnungslos gesprochen. Aglaja dagegen maß ihn ein paar Sekunden lang mit demselben ruhigen Erstaunen, mit dem sie kurz vorher den Fürsten angeblickt hatte, und dieses ihr ruhiges Erstaunen, dieses vollkommene Nichtverstehenkönnen dessen, was zu ihr gesprochen wurde, war für Ganjä in jenem Augenblick noch schrecklicher, als es die größte Verachtung gewesen wäre.
„Was soll ich schreiben?“ fragte der Fürst.
„Das werde ich Ihnen sogleich diktieren,“ sagte Aglaja, sich zu ihm wendend. „Sind Sie bereit? Dann schreiben Sie: ‚Ich lasse mich in keinen Handel ein.‘ Jetzt schreiben Sie noch das Datum und den Monat. Zeigen Sie.“
Der Fürst reichte ihr das Album.
„Vorzüglich! Sie haben es ausgezeichnet geschrieben! Sie haben die schönste Handschrift, die ich je gesehen! Ich danke Ihnen. Auf Wiedersehen, Fürst ... Warten Sie“ – ihr schien noch etwas einzufallen – „kommen Sie, ich will Ihnen etwas zum Andenken schenken.“
Der Fürst folgte ihr; im Speisezimmer blieb Aglaja plötzlich stehen.
„Lesen Sie dies,“ sagte sie, indem sie ihm Ganjäs Brief hinhielt.
Der Fürst nahm den Brief, blickte jedoch Aglaja verständnislos fragend an.
„Ich weiß es, daß Sie ihn nicht gelesen haben und auch nicht der Vertraute dieses Menschen sein können,“ sagte Aglaja. „Lesen Sie den Brief, ich will es, daß Sie ihn lesen.“