Ganjä stampfte vor Ungeduld mit dem Fuß auf. Sein Gesicht wurde ganz dunkel vor Wut. Endlich traten sie beide auf die Straße, der Fürst mit seinem Bündel in der Hand.

„Die Antwort, die Antwort?“ drängte Ganjä wieder in größter Spannung. „Was hat sie Ihnen gesagt? Haben Sie ihr den Brief gegeben?“

Der Fürst reichte ihm schweigend den Brief. Ganjä erstarrte.

„Wie! Mein Brief!“ schrie er. „Er hat ihn ihr überhaupt nicht gegeben! Haha, das hätte ich mir doch denken können! Oh, ver–r–rfl ... Natürlich konnte sie dann nichts verstehen vorhin! Aber wie denn, wie konnten Sie ihr denn meinen Brief nicht übergeben, o ver–r–rrfluch ...“

„Entschuldigen Sie, im Gegenteil: zufällig konnte ich ihr den Brief sogleich, nachdem ich ihn erhalten hatte, einhändigen, und zwar ganz so, wie Sie es wünschten. Ich bin nur jetzt wieder in seinen Besitz gekommen, weil Aglaja Iwanowna ihn mir zurückgegeben hat.“

„Wann? Wann?“

„Nachdem ich in ihr Album eingeschrieben hatte und auf ihre Bitte ihr ins andere Zimmer folgte – Sie waren doch zugegen? Wir kamen ins Speisezimmer, sie reichte mir den Brief, wünschte ausdrücklich, daß ich ihn lese und dann – Ihnen zurückgebe.“

„Daß Sie ihn l–e–esen?“ schrie Ganjä fast aus vollem Halse, „l–e–esen? Und Sie lasen ihn?“

Ganjä blieb wie zu Stein erstarrt mitten auf dem Trottoir stehen und war dermaßen erstaunt, daß er sogar den Mund zu schließen vergaß.

„Ja, ich las ihn.“