„Aber! Einstweilen! Was hat das zu bedeuten?“ mischte sich da ganz unerwartet Ardalion Alexandrowitsch in drohendem Tone ein und näherte sich Rogoshin.
Die Plötzlichkeit, mit der sich der bis dahin vollkommen vergessene, zurückgedrängte Alte einmischte, hatte etwas überaus Komisches. Aus der Rotte ertönte Gelächter.
„Was ist denn das noch für einer?“ fragte Rogoshin lachend. „Komm mit, Alter, wirst betrunken sein!“
„Das ist aber doch eine Gemeinheit!“ rief Koljä empört aus, fast weinend vor Ärger und Schande.
„Findet sich denn wirklich kein einziger unter euch, der diese Unverschämte hinausweist?“ rief plötzlich, zitternd vor Zorn, Warwara Ardalionowna.
„Wie, ich werde hier eine Unverschämte genannt!“ wehrte sich Nastassja Filippowna mit nachlässiger Heiterkeit gegen die Beleidigung. „Und ich bin wie ein Gänschen hergekommen, um sie zu heute abend zu mir einzuladen! Sehen Sie doch, wie Ihre liebe Schwester mich behandelt, Gawrila Ardalionytsch!“
Ganjä stand ein paar Sekunden nach dem Ausfall der Schwester wie vom Blitz getroffen. Als er aber dann plötzlich sah, daß Nastassja Filippowna tatsächlich fortgehen wollte, stürzte er wie ein Irrsinniger auf Warjä, deren Hand er in der Wut wie mit Klammern erfaßte.
„Was hast du getan?“ schrie er mit einem Blick, der sie auf der Stelle vernichten zu wollen schien.
Er hatte entschieden die Besinnung verloren.
„Was ich getan habe? Wohin zerrst du mich? Doch nicht zu jener, damit ich sie um Verzeihung bitte, weil sie deine Mutter beleidigt, und weil sie hergekommen ist, um dein Haus zu beschimpfen, du gemeiner Mensch!“ schrie Warjä, die den Bruder empört und herausfordernd ansah.