„Jawohl, gnädige Frau, meine Schwester, die meiner Aufsicht entschlüpft ist, denn da sie sich in solchen Umständen befindet ...“ er verstummte plötzlich und wurde feuerrot.
„Das heißt, mißverstehen Sie das nicht, gnädige Frau,“ verwickelte er sich noch mehr, „der leibliche Bruder würde so was nicht sagen ... In solchen Umständen, das heißt nicht etwa in solchen Umständen, im Sinne von – in einem Sinne, der die Ehre befleckt ... ich meine, den Ruf ...“
Er brach ab.
„Mein Herr!“ Warwara Petrowna hob den Kopf.
„Das heißt in solchem Zustande!“ schloß er plötzlich und unvermutet, mit dem steifen Finger sich vor die Stirn tippend.
Alle schwiegen eine Zeitlang.
„Leidet sie schon lange daran?“ fragte Warwara Petrowna endlich.
„Gnädige Frau, ich bin gekommen, um für die an der Kirchentür erwiesene Großmut zu danken, so recht auf russische, auf brüderliche Art ...“
„Auf brüderliche –?“
„Das heißt, gnädige Frau, nicht auf brüderliche ... oder nur in dem Sinne auf brüderliche Art, daß ich der Bruder meiner Schwester bin, gnädige Frau, und, glauben Sie mir, gnädige Frau,“ begann er wieder schneller zu sprechen, mit hochrotem Kopf, „daß ich gar nicht so ungebildet bin, wie ich auf den ersten Blick in Ihrem Salon erscheinen mag. Wir, meine Schwester und ich, sind überhaupt nichts, im Vergleich mit der Pracht, die wir hier sehen. Dazu haben wir noch Verleumder. Aber auf seinen Ruf hält Lebädkin viel und ist stolz darauf, gnädige Frau, und ... und ich ... ich bin gekommen, um mich zu bedanken ... gnädige Frau, hier ist das Geld!“