Er zog gewandt einen Sessel heran und drehte ihn so, daß er zwischen Warwara Petrowna und Praskowja Iwanowna, die sich am Tisch niedergelassen hatte, sitzen konnte, während Lebädkin, den er nicht aus dem Auge ließ, ihm nun gerade gegenüber stand.
„Ich meine, Sie irren sich, wenn Sie dieses eine ‚Laune‘, eine ‚Sonderbarkeit‘ nennen ...“
„Oh, wenn es nur das ist –“
„Nein, nein, nein, warten Sie,“ unterbrach ihn Warwara Petrowna, die sich offenbar zu einem langen und eingehenden Gespräch vorbereitete.
Kaum gewahrte das Pjotr Stepanowitsch, da war er schon die Aufmerksamkeit selbst.
„Nein, das ist etwas Höheres als eine Laune. Das ist, ich versichere Sie, beinahe etwas Heiliges. Das ist Prinz Heinz, wie ihn Stepan Trophimowitsch früher so treffend nannte, und was vollkommen richtig wäre, wenn er nicht noch mehr an Hamlet erinnern würde.“
„Et vous avez raison,“[96] bestätigte Stepan Trophimowitsch mit Empfindung und Nachdruck.
„Ich danke Ihnen, Stepan Trophimowitsch. Ich danke Ihnen ganz besonders für Ihren unerschütterlichen Glauben an Nicolas, an den Adel seiner Seele. Diesen Glauben haben Sie auch in mir befestigt, als ich den Mut schon verlieren wollte.“
„Chère, chère ...“
Stepan Trophimowitsch wollte schon vortreten, überlegte aber dann doch, daß es immerhin gewagt wäre, sie zu unterbrechen.