Stepan Trophimowitsch verbeugte sich tief vor ihr.
„Es ist dein freier Wille, Darja Pawlowna, du weißt, daß du in dieser ganzen Angelegenheit vollkommen frei handeln kannst,“ sagte plötzlich Warwara Petrowna bedeutsam.
„Ach! Nun – nun begreife ich alles!“ rief da Pjotr Stepanowitsch aus und schlug sich vor die Stirn. „Aber ... aber in was für eine Lage hat man mich denn nun gebracht? Oh, verzeihen Sie mir, Darja Pawlowna, verzeihen Sie, wenn Sie können! ... Du aber,“ wandte er sich an seinen Vater, „du hast mich ja in eine schöne Lage gebracht!“
„Pierre, du könntest dich auch anders ausdrücken, wenn du mit mir sprichst,“ sagte Stepan Trophimowitsch halblaut.
„Schrei nur nicht so! Fang nur nicht an zu schreien, ich bitte dich,“ fiel ihm Pierre, mit den Armen fuchtelnd, ins Wort. „Glaub mir, das sind alles nur alte kranke Nerven und Schreien nutzt da gar nichts. Sag mir lieber, warum du mich dann nicht gleich darauf vorbereitet hast? Konntest dir doch denken, daß ich hier nach meiner Ankunft sogleich auch darauf zu sprechen kommen würde!“
Stepan Trophimowitsch blickte ihm offen in die Augen.
„Pierre, du, der du so viel von dem weißt, was hier vorgeht, solltest du wirklich von dieser Sache nichts, nicht das Geringste gewußt, gehört haben?“
„W–a–as? Na, hör mal ... aber das ist doch! Wir sind also nicht nur ein altes Kind, sondern auch noch ein böses dazu? ... Haben Sie gehört, Warwara Petrowna?“
Es entstand eine Unruhe im Zimmer. Da sollte aber plötzlich etwas geschehen, was niemand auch nur hätte für möglich halten oder gar voraussehen können.