Doch Stawrogin machte den Schirm auf und trat schweigend hinaus in den alten Park, der wie ein Keller dunkel, feucht und naß war. Der Wind brauste und rauschte und schaukelte die Wipfel der großen, halb schon kahlen Bäume, die schmalen Sandwege waren weich und glatt. Alexei Jegorowitsch ging so, wie er war, im braunen Frack und ohne Mütze, mit der kleinen Laterne in der Hand, drei Schritte vor seinem Herrn, und beleuchtete den Weg.
„Wird man es nicht bemerken?“ fragte plötzlich Nicolai Wszewolodowitsch.
„Aus den Fenstern wird man es nicht bemerken und außerdem ist alles vorgesehen,“ antwortete der Diener leise und maßvoll.
„Meine Mutter schläft?“
„Haben sich nach der Gewohnheit der letzten Tage gleich nach neun Uhr zurückgezogen, und daß die gnädige Frau es erfährt, ist ganz ausgeschlossen. Wann befehlen der Herr, daß ich Ihn zurückerwarte?“
„Um eins, halb zwei, nicht später als zwei.“
„Zu Befehl.“
Sie umgingen auf den sich schlängelnden Wegen fast den ganzen Park, bis sie an der Ecke der großen Steinmauer stehenblieben, wo ein kleines Pförtchen auf eine schmale entlegene Nebengasse führte.
„Wird die Tür nicht kreischen?“ fragte Nicolai Wszewolodowitsch. Doch Alexei Jegorowitsch sagte, daß er zweimal, „sowohl gestern wie auch heute,“ die Angeln geschmiert habe. Er war bereits ganz durchnäßt vom Regen. Als er das Pförtchen geöffnet hatte, reichte er Nicolai Wszewolodowitsch den Schlüssel.
„Wenn der Herr geruhen, einen weiten Weg zu unternehmen, so möchte ich vorher darauf aufmerksam machen, daß den Leuten hier herum nicht zu trauen ist, besonders nicht in entlegenen Gassen und ... am allerwenigsten jenseits des Flusses,“ wagte er nochmals zu warnen.