„Ich werde dort meinetwegen reden, aber dafür werde ich Sie dann nachher durchprügeln, aber gründlich.“

„Bei der Gelegenheit: ich habe vorhin Karmasinoff gesagt, Sie hätten einmal über ihn geäußert, daß man ihm kräftig Ruten geben müßte, und zwar nicht um der Ehre willen, sondern einfach, wie man einen Burschen drischt, schmerzhaft.“

„Aber das habe ich doch nie gesagt, ha–ha!“

„Macht nichts. Se non è vero.“

„Nun, danke, besten Dank.“

„Aber wissen Sie, was dieser Karmasinoff noch sagte: daß unsere Lehre im Grunde genommen die Verneinung der Ehre ist, und daß man mit dem öffentlichen Recht auf Ehrlosigkeit einen Russen am leichtesten ködern kann.“

„Aber das ist ja eine ausgezeichnete Bemerkung! Ganz wunderbar!“ rief Stawrogin. „Da hat er wirklich den Nagel gerade auf den Kopf getroffen! Das Recht auf Ehrlosigkeit – aber dann laufen ja alle zu uns über, kein einziger bleibt dort! Übrigens hören Sie, Werchowenski, sind Sie nicht von der höheren Polizei?“

„Wer solche Fragen im Sinne hat, der spricht sie nicht aus.“

„Verstehe, aber wir sind ja jetzt unter uns.“

„Nein, vorläufig noch nicht von der höheren Polizei. Genug davon, wir sind schon angekommen. Komponieren Sie mal Ihre Physiognomie, Stawrogin. Ich tue das jedesmal, wenn ich bei diesen erscheine. Nur etwas mehr Finsterheit, und das ist alles, weiter braucht man nichts; sehr einfache Sache.“