„R–rrrüpel!“ donnerte plötzlich Pjotr Stepanowitsch drohend und mit blitzenden Augen.
Beide standen sich eine Zeitlang gegenüber. Dann wandte sich Pjotr Stepanowitsch und setzte selbstbewußt seinen Weg fort.
Wie ein Blitz zuckte es durch Liputins Kopf:
„Ich kehre um und gehe zurück. Wenn ich jetzt nicht umkehre, so werde ich nie mehr umkehren.“
So dachte er genau zehn Schritte lang, beim elften aber flammte in ihm ein neuer und tollkühner Gedanke auf: er kehrte nicht um und ging nicht zurück.
Sie näherten sich dem Filippoffschen Hause, doch noch bevor sie es erreichten, bogen sie in eine Quergasse ein, oder richtiger, in einen Fußweg auf dem abschüssigen Grabenrande am Zaun, an dem man sich halten mußte, um nicht auszugleiten. An der dunkelsten Ecke dieses alten schiefen Zaunes nahm Pjotr Stepanowitsch ein Brett heraus und kroch dann selbst schnell durch die Öffnung. Liputin wunderte sich, kroch aber trotzdem nach. Daran lehnten sie das Brett wieder so an, wie es vorher gestanden hatte. Das war derselbe geheime Gang, durch den Fedjka sich nachts zu Kirilloff stahl.
„Schatoff darf es nicht wissen, daß wir hier sind,“ flüsterte Pjotr Stepanowitsch in strengem Tone Liputin zu.
III.
Kirilloff saß wie gewöhnlich um diese Zeit auf seinem harten Sofa beim Tee. Er stand nicht auf, um den Eintretenden entgegenzugehen, warf nur erschrocken den Oberkörper vor und sah ihnen erregt entgegen.
„Sie irren sich nicht,“ sagte Pjotr Stepanowitsch, „ich komme deswegen ...“